Welcome Trailer Deutsch German (Kurdische Liebe) [HD]

Der 17-jährige Kurde Bilal schafft es vom Irak nach Europa zu gelangen. Er möchte seine mit der Familie nach England emigrierte Freundin wieder finden und eine Fußballerkarriere starten. Doch vorerst strandet er in Calais an der Nordküste Frankreichs. Er ist auf seinem abenteuerlichen Weg quer durch Europa gereist, um sie wiederzusehen. Nun, kurz vor seinem Ziel, scheint die Reise ein abruptes Ende zu finden. An der nordfranzösischen Küste geht es nicht weiter, der Ärmelkanal trennt den jungen Mann von seinem Glück. Sein Plan ist durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Um auch diese Hürde noch zu überwinden, beginnt Bilal im Schwimmbad zu trainieren und erhält dabei Unterstützung von dem Profischwimmer Simon. Kritik: Bewegendes Drama über grenzenlose Liebe, Freundschaft, Bigotterie und illegale Einwanderung. Die ruhige, geradezu unbeteiligt wirkende Inszenierung ermöglicht dem Impetus der Aussage das ungebremste Aufprallen auf die eigene Unkenntnis der Situation bzw. auf die Vorurteile gegenüber Einwanderern, die jeder in sich findet, und sei dies noch so tief. Ein gewaltiges, grandioses Werk aus Frankreich, dessen Aussage überall Geltung hat. Simon lebt in Calais und arbeitet als Bademeister. Er gibt Schwimmunterricht und leistet sich ab und zu ein kleines Abendessen. Eines Tages trifft er auf Bilal. Der junge irakische Kurde wollte illegal nach England einreisen, wurde aber von den Behörden erwischt. Nun streunt er obdachlos im Fährhafen von Calais herum, und eines Tages entscheidet er sich, Schwimmunterricht zu nehmen. Simon, frisch geschieden und alleine lebend, kommt dieser junge Kurde seltsam vor. Er beginnt, sich dem jungen Mann zu nähern, ganz zaghaft an ihn heranzutreten. Langsam gewinnt auch Bilal Vertrauen zu Simon, und bald weiß Simon, was in Bilal vorgeht: Der junge Kurde hatte ein schweres Leben im Irak, und verliebt ist er auch noch. Seine Angebetete, Mina, liebt ihn auch, lebt aber bei ihren erfolgreich nach London ausgewanderten Eltern. Bilal setzt alles daran, zu Mina zu gelangen, und um ihre Hand anzuhalten, bevor ihr Vater auf die mittelalterliche Idee kommt, sie gegen ihren Willen mit jemand anderem zu verheiraten. Da das Übersetzen mit dem Schiff nicht klappen will, Boote abgefangen werden und die Züge im Kanaltunnel weit schneller fahren als die in Kurdistan, bleibt Bilal nur eine Lösung: Die 33 Kilometer eben schwimmend zurücklegen. Doch ohne Training und etwas Technik geht das nicht. Während Simon, selbst ehemaliger Rekordschwimmer, und Bilal, ein 17-jähriger Verliebter, eine äußerst ungewöhnliche Freundschaft aufbauen, schleudert die Welt ihnen jede Menge Widrigkeiten entgegen. Den Illegalen Hilfe angedeihen lassen, ist selbst wiederum illegal, die Polizei stattet Simon Besuche ab. Die lieben Nachbarn erweisen sich als Xenophobiker vor dem Herrn, und der normale Mitmensch ist sowieso blind gegenüber den abscheulichen, menschenunwürdigen Vorgängen, die so willkürliche Gebilde wie Landesgrenzen ermöglichen. Am Beispiel einer Liebesgeschichte und der natürlichen Grenze zwischen Frankreich und England geht Regisseur Philippe Lioret auf die weltweite Problematik der diversen Fluchtbewegungen in ein vermeintlich besseres Leben ein. Dass Bilal auch in Frankreich ein gutes Leben erreichen kann, realisiert dieser nicht, oder will es nicht wahrhaben, da sein Herz nur für Mina schlägt. Diese wiederum kann ohne Zustimmung ihres Vaters nicht aus England heraus, und eine Heirat, die die Familie nicht finanziell und gesellschaftlich weiterbringt, ist für ihn undenkbar. Die Liebe droht zu scheitern, und das nicht nur an der harten innereuropäischen Asylpolitik, sondern auch an den importierten, aus unserer Sicht antiquierten Wertvorstellungen der Einwanderer. Beide Hürden zu überwinden, ist Bilals Traum, und für diesen ist er bereit, sein Leben zu riskieren: Die kalten, stark befahrenen Wasser des Ärmelkanals bilden die scheinbar friedliche, aber doch lebensgefährliche Trennlinie, die Bilal und Mina auseinanderhalten. Quelle: http://www.moviemaze.de/filme/3177/welcome.html
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